
Frankfurt, 5. Juli 2025
Jahreskonzert 2025 im Gallus-Theater
Alle reden vom Wetter – dass man davon auch singen kann, zeigte Der Chor bei seinem Jahreskonzert am 5. Juli. Das Programm führte, wie gewohnt, durch mehrere Jahrhunderte und unterschiedliche Musikstile von Barock bis Pop. Diesmal aber außerdem auch durch die unterschiedlichsten Wetterlagen.
Der Jahreszeit entsprechend machte „In the Summertime“ den Anfang, aber gleich danach gab es mit „Stormy Weather“ den ersten Umschwung, sowohl was die Stimmung als auch die Wetterlage betrifft. In „Dennoch singt die Nachtigall“ von Joseph Rheinberger konnten weder Gluthitze, noch Sturm und Gewitter, den schönen Gesang zum verstummen bringen – dieser Titel ist denn auch nahe an dem Motto, das der Chor für sein Konzert gewählt hatte.

„Azzurro“ – musikalisch ein Knaller – ist eigentlich ein melancholisches Lied: „die Sonne scheint, der Himmel ist blau, aber du bist nicht bei mir“. Umgekehrt kann man auch bei Regen bei guter Laune bleiben: „I’m singin’ in the rain“.
Zwischen „Riders on the Storm“ von den Doors und dem „Air“ von Bach lag wettermäßig wie musikalisch eine große Bandbreite. Aufgelockert wurde die Liedfolge durch Werbeblöcke für eher ungewohnte Dinge: die Schönwetterbrille, Barfuß-im-Regen-Gummistiefel und Grüne-Soße-Eis (letzteres scheint es in Frankfurt ja wirklich zu geben…)
Die Chorwetterlage, die sich während des Konzertes immer wieder dramatisch änderte wurde vom Wetterwart Richard fachkundig erläutert. Nach den Kapriolen zwischen Sommerhitze, Sturm und Wintereinbruch zeichnete sich am Ende sogar ein ganz besonderes Wetterphänomen ab: „It’s raining men!“ Damit schloss das Konzert.

Das Publikum hatte trotz des heißen Wetters noch nicht genug Sommer abgekriegt und verlangte noch einmal nach der „Summertime“. Zum Ausgleich gab es dazu auch noch „I’m dreaming of a white Christmas“ mit dem Ausblick auf die kühle Jahreszeit.
Den Programmflyer mit allen Stücken kann man hier herunter laden